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给反德国之声中文部两个德国急先锋的公开信



自九月底张丹红被解职以来,关于她在公开场合对西藏对中国人权所发表的见解,已有不止6封直接呈递给德国议会的公开信。

前三封分别为德国的中国异见人士、保守的德国作家圈、身在美国的魏京生所写,谴责德国之声进行与中国执政党共产党口径一致的共产主义宣传,建议由这个位于波恩的电台设立一位对专政具有免疫力的观察员,捍卫和促进人权和民主的基本原则。

第四封由49位中国学者、驻中国记者和政治家签名,为受到不公正待遇的张丹红进行辩护,揭示了那些异见人士们是与FLG有联系的,并且不宜使用冷战时期的语言,应向人们客观介绍中国。

第五封和第六封,则均由国内外异见人士所书,包含唯色、王丹、还学文、封从德、丁子霖、滕彪等维权者。

这一系列事件的最初,有三个关键人物,徐沛和两名德国自由记者
Pamperrien和Hein

今天是电台广播委员会开会的日子,将会就德国之声中文部中国报道一事继续进行具体商议。感谢AC编译GoldenArmour给这两位德国记者写了一封公开信,希望他们能够看到,也希望德国媒体能够有所反思。理解一个国家的民族情感和尊严底线对他们也许并不容易,但是世界很小,可一却不可再。


尽管自己能力有限,但也希望可以在帮忙发贴之余,还能做点什么,让更多的人了解一些心态,了解一些事情的反馈,了解ACer在因为这次事件被扣了“五毛党”的帽子后的一些感言。

如果可以,请尽量转帖,请发给各个媒体,也请轻轻回个帖子吧。









[ 本帖最后由 音乐盒 于 2008-11-28 11:57 编辑 ]
An Wählervertrauen... an Zustimmung...
说的真透彻,解释的真耐心,我想我这辈子都不可能忘得掉。荣幸与福气。我们的AC。

若使天下兼相爱。软实力所在。

各尽所能。

德文公开信的引子、正文和附件

公开信可直接发给德国媒体或个人。

德文如下:
Sehr geehrte Damen und Herren,

In erster Linie richtet dieses etwas lange Schreiben an Frau Pamperrienund Herrn Hein, die mit grossem Eifer den Tumult um Zhang Danhong unddie Deutsche Welle mitverfolgt und mit einer in regelmaessigenAbstaenden fortsetzenden Artikelserie im deutschen Presse staendig fuerAufsehen gesorgt haben. Dabei wollen wir nur darauf hinweisen, dass esnoch andere Stimmen ueber die Wahrheit existieren, obwohl die beidenHerrschaften die ihre immer als die letzte zu verkaufen versucht haben.

Die anderen Adressaten erhalten diese Mail, weil sie sich inirgendeiner Form mit dem Thema beschaeftigt und Interesse gezeigthaben. Dabei können sie eine Gelegenheit mehr haben, zu erfahren, wiedenken die normalsterblichen Internetuser aus China, alias „Partei derfuenf Mao“, ueber die Angelegenheit um die Deutsche Welle im Spezialund ueber die deutschen Medien im Allgemeinen.

Dann, viel Vergnuegen!

Anti-CNN.com


--------------------------------------
Der Offene Brief an Pamperrien/Hein

Betr.: Eine nicht enden wollende Artikelserie von Ihnen und Offene Briefe von vielen anderen

Sehr geehrte Frau Pamperrien, sehr geehrter Herr Hein,

Es begann am 19. September dieses Jahres, als  wir in den Genuss Ihres Beitragskamen mit dem Titel: Kampagne gegen Deutsche Medien — „Der Nazi-Geistkehrt zurueck“. Wahrlich eine lehrreiche Lektuere. Lehrreich deshalb,weil man dadurch von Dingen erfahren kann, wovon man vorher noch garkeine Ahnung hatte.

Zum Beispiel die Tatsache, dass wir, naemlich die User desInternetportals Anti-CNN.com sowie viele Chinesen in Deutschland, dieim Internet gegen die einseitige und parteiischeChina-Berichterstattung der westlichen, allem voran der deutschenMedien Sturm laufen, „die ‚Partei der fuenf Mao’ im Auftrag der KP amWerk“ seien. Es gebe naemlich „erhaertete Informationen“, dass wir„angeheuert wuerden“, und „pro ins Netz gestelltes Parteilob fuenf Maoerhielten“. Und niemand geringer als „Doris Fischer, die OEkonomin undChina-Expertin des Bonner Deutschen Instituts fuerEntwicklungspolitik“, habe dies auch bestaetigt. Die medialeDienstleistung geht noch ganz ins Detail: „Fuenf Mao sind umgerechnetetwa fuenf Cent.“ Somit koennen wir uns unseren Verdienst bildlichvorstellen.

Hart hat uns dieses Stueck Information getroffen. Als befaende man sichin einem grotesken Gruselthriller: untermalt mit bedrohlicher Musiknimmt eine dunkle Figur langsam Gestalt an. Dann ploetzlich, mit einemBlitz hat man den lang gesuchten Taeter erkannt.

Und der Taeter bist du selbst! Einem muss es eiskalt den Ruecken hinunterlaufen.

Deutsche Medienkreuzritter mit telepathischer Faehigkeit

Seit Mitte Maerz dieses Jahres wurde unter dem Vorwand der Tibetfragevon einer ueberwiegenden Mehrheit der westlichen Medien eineallgegenwaertige anti-chinesische Stimmung angestiftet, weil sie es alsihre Mission verstehen, mit allen Mitteln zu verhindern, dass dieWeltoeffentlichkeit im Olympiajahr mit der autoritaeren Regierung inPeking sympathisiert.

Freilich nicht nach unserem Gusto. Wir wollen in China allerleiFortschritte seit der Reform und OEffnung in allen Bereichenfestgestellt haben und hielten die anti-chinesische Kampagne fuerkontraproduktiv. Darum debattieren wir heftig mit anonymenChinakritikern im Internet und diskutieren fleissig mit unserendeutschen Gegenuebern im Alltag. Wir begruessen die vernuenftigenAussagen von Zhang Danhong und vielen anderen, die in der deutschenMedienwelt eine andere Stimme erhoben haben. Wir zeigen uns auchempoert darueber, dass diese Stimme doch kaltgestellt werden soll.

Ganz spontan, dachten wir uns. Aber falsch! Erst dank der rechtzeitigenAufklaerung von Ihnen, Frau Pamperrien und Herrn Hein, sind wir derbitteren Wahrheit bewusst geworden: Wir sind gesteuert!

Das heisst, wir wollten all diese Taetigkeiten gar nicht anstellen,sondern waren nur hinter dem Geld her, das uns im Fall der Erfuellungeines Auftrags zur Auszahlung in Aussicht gestellt wurde.

Mit Ihrer uebernatuerlichen Faehigkeit, Frau Pamperrien und Herr Hein,sind Sie unseren Gehirnaktivitaeten auf die Schliche gekommen, die unsdie ganze Zeit verborgen blieben. Womoeglich auch mit einemremote-controlled Gedankenleser? Schliesslich sind wir schon im 21.Jahrhundert, zudem noch in einem High-Tech-Staat Deutschland.

Wir sind beeindruckt, zugleich aber auch erfreut ueber dieZusatzinformation, dass jemand uns noch Geld schuldig ist. Dabei habenwir aber ein kleines Problem. Zur Loesung dieses Problems wollen wirgerne Ihre tiefblickende Einsicht zu Rate ziehen.

Jemanden mit Geld anzuheuern bedeutet doch, dass ein finanziellerAnreiz geschaffen werden soll. Im Fall von uns „Partei der fuenf Mao“faellt uns aber schwer, diesen Anreiz ausfindig zu machen.

Nehmen wir das Beispiel vom „Die Luft ist duenn“, den Sie in IhremBeitrag fuer eine Indiskretion bei der Deutschen Welle haftbar machenwollen, wobei er den Posting mit dem fraglichen Inhalt urspruenglich ineinem anderen Forum entdeckt hat. Aufgrund der Brisanz hat er ihn dannin Anti-CNN.com nachgepostet. In seiner Funktion als Moderator vonAnti-CNN.com sieht er es im UEbrigen als seine Pflicht an, Eintraegeauf die Website hinzustellen und zu verwalten.

Ihrer Angabe zufolge soll er „seit Maerz fast 2’300 Eintraegeveroeffentlicht“ haben. Gehen wir von dieser Zahl aus und schaetzen wirmal ab, wie viel Geld nach Ihrer Rechenart er in Empfang nehmen duerfte.

Im Fall der chinesischen Waehrung wuerde er also ca. 1’250 RMBerhalten. Das entspricht etwa dem Mindestmonatslohn eines schlechtbezahlten Wanderarbeiters in Peking. Unser Rechenbeispiel muss dafueraber ein halbes Jahr hart schuften. Ein finanzieller Anreiz ist esallerdings nicht.

Vielleicht bezahlt man eben wenig in einem Lohndumpingland China. „DieLuft ist duenn“ agiert aber von Deutschland aus. Wenn man die Summe indeutsche Landeswaehrung umrechnet, betraegt sie gerade €125. Das decktnicht einmal seine Unkosten wie Internetgebuehr fuer diese Monate.Einen finanziellen Anreiz finden wir auch hier beim besten Willen nicht.

Moeglicherweise kann uns in diesem Fall Doris Fischer helfen.Schliesslich hat sie Ihnen diese „erhaertete Information“ ueber dieExistenz der „Partei der fuenf Mao“ auch bestaetigt. Sie weisssicherlich zu unserem Zahlendilemma eine vernuenftige Antwort zu geben.Eine kurze Internetrecherche foerdert doch ein beeindruckendesCurriculum Vitae zutage, als Volkswirtin und Sinologin, als Beraterinfuer Unternehmen, die in China investieren. Hie und da hoeren wir vondeutschen Firmen, vor allem KMUs, die darueber lamentieren, dass sie inChina ueberhaupt kein Geld verdienen. Mit einer Mathegenie wie Frau Dr.Fischer als Beistand, wie kann es auch anders sein?

Bitte erlauben Sie uns jedoch, eine andere Version zur Erklaerung desBegriffs „Partei der fuenf Mao“ in Betracht zu ziehen. Dabei wollen wirgar nicht Ihr Urteilsvermoegen in Frage stellen. Ihren „erhaertetenInformationen“ schenken wir vorbehaltlos Glauben. Bloss, in denhitzigen Internetdebatten wurden wir staendig mit allen moeglichenBezichtigungen angegriffen, bevor ein hochkaraetiges Autorenteam wieSie uns nun „offiziell“ fuer den o. g. Titel erkoren hat. Von uns sindauch Gegenangriffe ausgegangen. Wir bezeichnen z. B. ein paarhartnaeckig Chinahass anstiftenden Hetzer als „Partei der fuenf Cent“.Amerikanische Cent, wohlgemerkt, weil unsererseits „erhaerteteInformationen“ vorliegen, dass zahlungskraeftige auslaendischeGruppierungen hinter allerlei anti-chinesischen Aktivitaeten stecken.

In den Internetnahkaempfen sind solche Bezeichnungen eher alsBeschimpfung oder Beleidigung zu verstehen. Ungeachtet ihres Ursprungs,der einer Quelle zufolge bereits 9 Jahrzehnte zurueckliegen soll, habensie mit der Hoehe einer vermeintlichen Zahlung gar nichts zu tun,sondern bringen sie nur eine Verspottung zum Ausdruck, dass dieBezichtigten gegen einen Hundeslohn alles fuer ihre Auftraggebererledigen.

Aber nochmals, wir sind grenzenlos erfreut, das von Ihnen grosszuegigverliehene Fuenf-Mao-Titel fuer bare Muenze nehmen zu duerfen, obwohlfuer bezahlte Internetauftritte der „Partei der fuenf Mao“, auchseitens Frau Dr. Fischer, kein konkreter Beweis vorliegt und bei derBezahlung als ein finanzieller Ansporn die Rechnung gar nicht aufgeht.

Deutsche Welle mit Seitwaertssurferin

Dennoch geht es in Ihrem Beitrag gar nicht um uns, sondern um ZhangDanhong und die Deutsche Welle. Mit grossem Eifer verfolgen Sie dieDW-Mitarbeiterin, schon seit Ihrem Artikel in der Berliner Zeitung vom 20. August dieses Jahres.

Darin wurde ihr uebel genommen, dass sie der KP China bescheinigt,„mehr als jede politische Kraft auf der Welt zur Verwirklichung desArtikels 3 der Erklaerung der Menschenrechte beigetragen“ zu haben,naemlich zur Realisierung der Rechte auf Leben, Freiheit und Sicherheit(In spaeteren Ausfuehrungen fuegen Sie freundlicherweise noch denurspruenglich von Ihnen unterschlagenen Satz hinzu: „Es ist Chinagelungen, 400 Millionen Menschen aus der absoluten Armut zu holen.“).Ferner wurde ihr vorgehalten, dass sie die Internetzensur in Chinaverteidigt, indem sie sagte, „hier in Deutschland“ koenne man „auchnicht jede Seite aufrufen, zum Beispiel Kinderpornografie." In einer Talkshowkritisierte Zhang „die Kanzlerin fuer deren Verletzung der ehemalsguten Beziehungen zu China, weil Merkel den Dalai Lama empfing“. Nichterwaehnt in Ihrem Bericht ist Zhang’s Vorwurf in der gleichen Sendung,Merkel habe die Beziehung „auf  einen Konfrontationskurs gebracht“. Und„dieses Schwarz-Weiss-Denken“ finde gar in einem „Asienstrategiepapier“der CDU/CSU-Fraktion Platz.

Beim Zitieren von Aussagen, die Zhang in einer Talkshowueber die Menschenrechtslage in China gemacht hat, war offenkundig IhreAufregung so gross, dass Sie die UEbersicht verloren. Die von Ihnennachgeschusterte Aeusserung: „Das Gros der Chinesen wolle keineMeinungsfreiheit, sondern wirtschaftlichen Aufstieg“, kam nachweislichnicht von ihr (Wir haben die Talkshow in Vollversion durchgecheckt).Des Weiteren wurde aufgefuehrt, dass Zhang auf „gewisse Grenzen fuerdie chinesische Regierung“ hinwies, die „nicht ueberschritten werden“duerften. Zudem werde nur "ein kleiner harter Kern", der "politischagiert",  „verfolgt“. Ihre Schlussfolgerung, dass mit dieser Aussage esbedeuten wuerde, „der ist dann selbst schuld, wenn er im Gefaengnisoder am Galgen“ landen soll, haben wir jedoch nicht nachvollziehenkoennen.

Denn Zhang hat ausdruecklich die Menschenrechtsverletzungen in Chinakritisiert und fuer unentschuldbar erklaert, was Sie tuechtigunterschlug. Zhang wolle aber auch festgestellt haben, dass China nicht„ein ganz schlimmes, boeses Land“ sei. „Insgesamt hat sich die Lagefuer die Mehrheit der Bevoelkerung verbessert.“ Man muesse „derchinesischen Regierung anerkennen, dass die letzten 30 Jahre eineunglaubliche Erfolgsgeschichte waren“, und duerfte nicht "ueber dieFortschritte schweigen, die erzielt wurden".

Beweise genug, die demonstrieren, dass die DW-Journalistin, die gar zueiner leitenden Position im Sender aufgestiegen war, doch „auf derLinie der Kommunistischen Partei“ sei. Wie es spaeter noch von IhrenGleichgesinnten formuliert wird, finde dabei ein „Re-Importdiktatorischer Propaganda“ statt. Man darf gespannt erwarten, was fuerZustimmung und Anerkennung ein so rotgefaerbter Sender und seineMitarbeiter bei den parteitreuen patriotischen chinesischen Empfaengernhervorrufen koennten.

Zunaechst ist hierbei darauf hinzuweisen, dass der Sender und seinInternetdienst bis kurz vor den Olympischen Spielen im Festlandgesperrt wurden. Nun, mit einem zufaellig ausgewaehlten Leserbriefvom 27. September kann allenfalls die durchschnittliche Leserstimmungeruiert werden. Der Leserbriefschreiber namens „Hu Yongbo“ sei von derObjektivitaet und Gerechtigkeit der westlichen Medien ueberzeugtgewesen. Seitdem man neulich freien Zugang zu DW-Homepage geniessenkann, sei er „jedoch zusehends verwirrt und unsicher“ geworden. SeineFeststellung: „Die chinesischen Medien vertuschen und manipulieren,aber die westlichen Medien verleumden und diffamieren.“ Und: „Diechinesischen Medien sind fuerchterlich, die westlichen abscheulich.“

Uns faellt es zwar schwer, solche Woerter als Lob fuer einenpro-chinesischen Sender zu verstehen. Aber wer sagt, dass Sie, FrauPamperrien und Herr Hein, nicht recht haben? Dieses StueckLeserreaktion ist ein Indiz dafuer, dass die Deutsche Welle und seineMitarbeiter doch linientreu gehandelt haben. Naemlich getreu der Liniedes westlichen Medienmainstreams, dass ja keine Sympathie fuer dieFuehrung in China erweckt werden darf, und zwar mit allen Mitteln,inklusive Manipulationen. Dafuer riskieren sie selbst den ueber Jahrehinweg aufgebauten guten Ruf als objektiv und gerecht.

Eine Zhang Danhong hielt offenbar nicht immer an dieser Regel und hatsich sogar erlaubt, eine eigene Meinung zu vertreten. Ein Streifzugdurch die deutsche Medienlandschaft soll aber illustrieren koennen, wieweit Zhang von der gegenwaertigen oeffentlichen Meinung in Deutschlandentfernt ist.

Erstaunlicherweise viele deutsche Politprominenten bekundeten indeutschen Medien ihre Bewunderung fuer die Leistung der chinesischenRegierung, „400 Millionen Menschen aus bitterer Armut und Hungerbefreit“ zu haben. Ob man in dieser Leistung irgendeiner „politischenKraft auf der Welt“ nachsteht, zeigt ein neuer Bericht der Weltbank,wonach die Armutsquote weltweit ohne diese enorme Reduktion in Chinanoch massiv zugenommen haette. Und diese „sozialen Menschenrechte, alsodas Recht auf Bildung, auf Gesundheitsversorgung oder Ueberwindung derArmut“ sind auch Menschenrechte, um die Bundestagsabgeordnete Herta Daeubler-Gmelin zu zitieren. Mit dieser Aeusserung steht sie sicherlich nicht allein da.

Zum eingeschraenkten Internetzugang im Vorfeld der Olympischen Spiele in Peking war DOSB-Generaldirektor Michael Vesperzu hoeren: "Bei uns sind es rechtsradikale Seiten, die gesperrt werden.Und es ist natuerlich auch in China so, dass einzelne Seiten gesperrtwerden." In einem spaeteren Rueckzieher bekraeftigte er zwar, er seigegen die Internetzensur in China. Der Tatsache, dass „in allenLaendern der Welt Webseiten blockiert werden“, hat er aber niewidersprochen.

Zur Chinapolitik der Kanzlerin Merkel hat ihr Amtsvorgaenger Gerhard Schroederwie Zhang Danhong auch auf das Asienstrategiepapier derCDU/CSU-Bundestagsfraktion hingewiesen und nicht zimperlich davongesprochen, dass es „viel Porzellan zerschlagen“ habe. Bereits vor 2Jahren fand ein anderer Amtsvorgaenger Helmut Schmidtes „nicht sonderlich erfolgversprechend, wenn sich die Bundeskanzlerinin Peking hinstellt und die Einhaltung von Menschenrechten einfordert.“Da denke der Chinese „gleich an Auschwitz"!

Zur Menschenrechtssituation in China aeusserte sich der Bundesinnenminister Wolfgang Schaeuble,dass man „wissen muss, dass andere Menschen nicht verpflichtet sind,alles fuer ideal zu halten, nur weil es in Deutschland so ist.“ Herta Daeubler-Gmelin habe auch „etwas gegen erhobene Zeigefinger“, attestiert zugleich noch,„China hat sehr grosse Fortschritte bei Menschenrechten gemacht“. AlsVorsitzende des Menschenrechtsausschusses im Bundestag undEx-Justizministerin, die waehrend ihrer Amtszeit Rechtsstaats- undMenschenrechtsdialoge mit China mit ins Szene gesetzt hat, muss schonwissen, wovon sie spricht.

Diese Auflistung kann noch weiter fortgesetzt werden. Jedoch aufgewisse Quelle muss verzichtet werden, wie z. B. George Blume, den vonZhang Danhong selbst zitierten China-Korrespondenten von „taz“ und „DieZeit“. Er bezeichne die Kanzlerin Merkel verantwortlich fuer dieSchaffung vom „Naehrboden fuer eine kollektive Projektion von China alsdem neuen Reich des Boesen“. Jedoch hat er sich fuer die deutschenMedien schon Monate zuvor als unnuetz erwiesen, dass er als einer derletzten Auslandsjournalisten, die in Lhasa bleiben durften, nichteinmal in der Lage war, Beweise fuer Stoecke schwingende und Tibetertoetende chinesischen Sicherheitskraefte zu liefern. Beweise, die vonetlichen westlichen Medienschaffenden sehnsuechtig erwartet wurden, umeine Legende der blutigen und gewaltsamen Niederschlagung in Lhasaaufrechtzuerhalten. Dahingegen kann sein Bericht  nur die Beweisedafuer liefern, dass die Legende nur so aussehen kann wie sie ist ―naemlich eine Luege.

Christlich-europaeischer Wertekanon ueber allen Kanonen

Insgesamt muessen einem die aufgelisteten Aeusserungen doch bekanntvorkommen. Sie, Frau Pamperrien und Herr Hein, lassen sich allerdingsnicht von einem solchen Vergleich beeindrucken.

Es muss eine naive und absurde Vorstellung von Zhang Danhong gewesensein, anzunehmen, dass sie, als eine unbedeutende Angestellte derDeutschen Welle, irgendwelche Immunitaet geniesse, das zu sagen, wassie fuer richtig haelt. Als gebuertige Chinesin ist ihr einfach dieBerechtigung entzogen worden, jemals pro-chinesische Aeusserungen vonsich zu geben ― von Chinesen oder Chinastaemmigen in Deutschland findenderzeit ohnehin nur China-feindliche Aussagen in den deutschenMassenmedien FREIEN Zugang.

Ausserdem kann man doch nicht zulassen, dass die Deutsche Welle, einemit Steuergeld staatlich finanzierte Medienanstalt, ein Sprachrohr vom„neuen Reich des Boesen“ werde. Dass Zhang Danhong dabei vielen inDeutschland Steuer zahlenden Chinesen und Chinastaemmigen aus der Seelegesprochen hat, hat keine Bedeutung (uebrigens gab sie „die Wut derhierzulande lebenden Chinesen ueber die verunglimpfendeBerichterstattung“ als Antrieb ihrer Aeusserungen an).

Entscheidend ist aber fuer Sie, dass Zhang’s Aeusserungen mit demSendeauftrag der Deutschen Welle nicht zu vereinbaren seien. DieDeutsche Welle habe, wie Sie in einer spaeteren Stellungnahmezu praezisieren versuchten, „nicht den primaeren Auftrag, pluralistischzu berichten, sondern Deutschland und die deutsche Kultur in der Weltzu praesentieren. Dabei soll sie das christlich-europaeischeWertesystem vermitteln und Demokratie und Menschenrechte foerdern. Zudiesem Wertesystem gehoeren auch der Pluralismus und die Wiedergabe vonSichtweisen aus anderen Kontinenten.“

Gerne haetten wir Ihnen diese Ausfuehrung auch blindlings geglaubt,falls nicht die Website der Deutschen Welle aber bloederweise jedemzugaenglich waere. Tatsaechlich findet man dort unter dem Leitbild des Sendersdie Aufgabe: „Wir vermitteln die Werte freiheitlicher Demokratie undsetzen uns fuer die Menschenrechte ein.“ Die steht allerdings,mindestens der Reihenfolge nach, nicht an der ersten Stelle, demnachnicht „primaer“. Viel wichtiger scheinen dem Sender doch dieVermittlung „deutscher und anderer Sichtweisen“ und die Foerderung des„Dialogs der Kulturen“ sowie der Einsatz „fuer Voelkerverstaendigungund Toleranz“ zu sein.

Darin sehen wir, dass Zhang Danhong diese „primaeren“ Aufgabenausgezeichnet gemeistert hat, indem sie zur Beseitigung der Vorurteilegegen China die „anderen Sichtweisen“ vermittelt und sich ausdruecklichfuer Dialog, Voelkerverstaendigung und Toleranz einsetzt. Aber unsereMeinung zaehlt hier doch gar nicht, vielmehr soll „daschristlich-europaeische Wertesystem“ zaehlen.

Wir haben jedoch wieder ein Riesenproblem. Die durch Ihre Praezisierungzustande gekommene Bezeichnung „das christlich-europaeischeWertesystem“ kommt im Leitbild des Senders gar nicht vor. Auch eineTextsuche im „Deutsche-Welle-Gesetz“nach dem Begriff „christlich“ (wofuer vermutlich auch der Dalai Lamaeinstehen muss) bringt keinen Erfolg. Moeglicherweise haben Sie beiIhrer Recherche doch die Deutsche Welle mit Radio Vatikan verwechselt.Dank goettlichem Beistand?

Das alles aendert aber nichts daran, dass die zitierten Aussagen vonZhang Danhong fuer etliche deutsche Zuhoerer wie ein rotes Tuch wirken,denen einfach das Wort „Kommunismus“ wie ein rotes Tuch wirkt. Einaufgebrachter Zuhoerer soll bei einer Live-Sendung im Deutschlandfunk,wo Zhang auftrat und Zuhoerer ihre Reaktion an die Diskutanten richtenkonnten, vergeblich versucht haben, die DW-Frau direkt ins Gesicht zufragen, ob sie Mitglied der KP Chinas sei.

Da liegt also der Hund begraben. In diesem Fall ein „kommunistischer“bunter Hund, der von lauten kapitalistischen Wachhunden erwischt wurde.Es ist naemlich eine legitime Mutmassung, jede pro-chinesischeAeusserung auf einen heimlichen kommunistischen Propaganda-Auftragzurueckzufuehren. Genauso wie einst von „Spiegel“ gemutmasst wurde,dass die Gesamtheit chinesischer Studenten und Wissenschaftler inDeutschland potenziell als „gelbe Spione“ aus dem Reich der Mittefungiere.

Eigener Angabe zufolge soll der Intendant des Senders seineMitarbeiterin tatsaechlich danach gefragt haben, ob sie doch heimlichein Parteibuch besitze. Die Frage sei verneint worden.

Deutscher Freigeist mit Geistheilerbeihilfe

Bei vielen Falun-Gong-Anhaengern soll der Umstand, ob der Befragtetatsaechlich KP-Mitglied ist, keine Rolle spielen. Er wuerde trotzdemaufgefordert, aus der Partei auszutreten. Dafuer haben diepseudo-religioesen Aktivisten auch eine Erklaerung parat, dieallerdings allzu esoterisch klingt: Beim Eintritt in die Partei bekaememan ein Zeichen „des Tieres“ eingebrannt, das nur durch einen formellenAustritt wieder geloescht werden koenne. Ohne formelleAustrittserklaerung werde der Betroffene von Unheil und Missgluecklebenslang verfolgt. Das ist keine Maerchengeschichte à la GebruederGrimm, sondern das offizielle Argument von Falun-Gong, um moeglichstviele Mitglieder aus der Partei zu werben.

Die Austrittsforderung geht aber nicht nur an die Mitglieder der KPChinas, sondern auch an die der Kommunistischen Jugendliga (einerFDJ-aehnlichen Organisation) und der Jungpioniere. Uns sind Faellebekannt, in denen Personen mittlerer Alter von Falun-Gong-Anhaengernangefleht wurden, aus der Jungpioniere auszutreten, denen man ab dem14. Lebensjahr schon automatisch nicht mehr angehoert.  Somit wird dieZahl der „Ausgetretenen“ nach oben katapultiert.

Urspruenglich eine Meditationsbewegung unter vielen anderen, zeichnetsich Falun-Gong durch die eigenartige Heilpraxis aus: Die Anhaengerwerden zumindest nicht ermuntert, schulmedizinische Behandlungen inAnspruch zu nehmen. Ein Dharmarad, das sich durch langjaehrigesMeditieren im Unterleib eines Glaeubigen einpflanzen lasse, erledigedie ganze Heilungsarbeit. Ein Verbot der Arztbesuche wird vonFalun-Gong heftigst bestritten. Allerdings soll der an Gehirntumorerkrankte Anfuehrer Meister Li seine Reise zu einer aerztlichenKonsultation inkognito angetreten haben, damit seine Anhaenger vondiesem peinlichen Widerspruch nicht Wind bekommen.

Laut eines Urteils des Oberlandesgerichts Leipzigim Jahr 2005 darf Falun-Gong aufgrund der Struktur und dessektiererischen Gruppenbewusstseins als eine Psychosekte bezeichnetwerden. Somit gesellt sich Falun-Gong zu anruechigen Sekten wieScientology. Waehrend Scientology allerdings noch keinenPraesidentschaftskandidaten fuer die Vereinigten Staaten gestellt hat,hegt Falun-Gong jedoch politische Ambitionen. Das Ziel ist einfach derUmsturz der Regierungspartei Chinas.

Dafuer hat die Sekte bereits Jahre zuvor politisches Kapitalgeschlagen, dass sie von der KP China verboten und verfolgt werden.Grund genug, um von finanzstarken China-feindlichen Elemententatkraeftig unterstuetzt zu werden. Inzwischen ist nicht nur einauflagenstarkes Sektenorgan „Epoche Times“ weltweit im Umlauf, gratiswohlgemerkt. Falun-Gong unterhaelt auch noch einen sekteneigenenTV-Sender, New Tang Dynasty TV. Ein viel lukrativeres Almosen als einpaar laecherliche fuenf Cents.

Die nach Freiheit ersehenden Falun-Gong-Anhaenger schrecken nicht davorzurueck, gleicher Mittel zu bedienen, derer sie ihren politischenGegner anschuldigen. Einige ihre Vorwuerfe sind selbst fuer Beobachterinternationaler NGOs ueberzogen und unbegruendet.

Ein aufsehenerregender Hoehepunkt wurde kurz nach dem verheerendenErdbeben in Sichuan erreicht. Als eine Organisation mit dem hoechstenGebot „Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Duldsamkeit“ bezeichnetFalun-Gong, ganz im Sinne von Sharon Stone mit ihren notorischenSpruechen ueber „schlechtes Karma“, diese Naturkatastrophe mit ueber80'000 Todesopfer als Strafe vom Himmel fuer die kommunistische Partei.Als die Sektenmitglieder diese pietaetslose Behauptung noch in NewYorker China-Town lauthals verkuendeten, wurden sie von aufgebrachterMenschenmenge regelrecht niedergeschrien. Umgehend wurde diese spontaneReaktion auf Anstiftung chinesischer Regierungsagenten zurueckgefuehrt.

Jedenfalls will nicht jeder mit der Sippe zu tun haben. Beispiel „Focus“:Wie auch in Ihrem Beitrag erwaehnt, erwaege das Muenchner Magazin garjuristisch gegen die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua vorzugehen,weil sie einen „Focus“-Journalisten mit Falun-Gong in Verbindunggebracht habe.

Sie, Frau Pamperrien und Herr Hein, haben juristische Schritte aber garnicht noetig, weil Sie sich einen Dreck darum scheren, ihreFalun-Gong-Quellen ueberhaupt zu vertuschen. Xu Pei, die Sie in IhremBeitrag als Vorkaempferin gegen Zhang Danhong und ihren Sender nur somit Sympathie ueberschuettet haben, ist eine erklaerteFalun-Gong-Anhaengerin. Und die „Epoche Times“, die Sie als Quellezitiert haben, ist wie bereits erwaehnt das Sektenorgan.

Das soll aber auf keinen Fall heissen, dass Sie nicht mehr das Rechthaben, sich zu wundern, dass die ganze Welt Sie und Xu Pei alsDreigespann fuer die Anti-Zhang-Kampagne verantwortlich macht. In IhrerStellungnahme vom 12. Oktober gegen diese Ihrer Meinung nach ungerechteAnschuldigung, diesmal vom China-Experten Frank Sieren in „Die Zeit“ platziert, streiten Sie es ab, eine Anti-Zhang-Kampagne angespornt zu haben.

Es ist nicht unsere Aufgabe, Ihren Vorwurf gegen Sieren, er habe diechronologische Abfolge der Ereignisse durcheinandergebracht, zuwiderlegen. Es muss auch stimmen, wenn Sie darauf bestehen, dass nichtSie eine Kampagne gestartet haben. Tatsaechlich war der Stein desAnstosses ein Artikel vom 11. August in „Focus“,der Zhang zum ersten Mal in deutscher OEffentlichkeit kritisiert. Ihrerster Artikel erschien in der „Berliner Zeitung“.  Es war 20. August.

Nach der uns bekannten Chronologie gehoert „Berliner Zeitung“ aber zuder ersten Quelle ueber die Absetzung der DW-Frau, mit Verweis aufIhren Artikel, der gerade zwei Tage alt war. Und fuer Sie als Insideroffenbar unwesentlich, dass erst durch die Sektenzeitung „Epoche Times“bzw. deren Online-Ausgabe diese Nachricht auf Chinesisch publik wurde.Und sichtbare Genugtuung in beiden Faellen.

Fern ab in China muss dies den Eindruck erweckt haben, es bestehe eineVerbindung zwischen diesen Medienereignissen, und prompt werden Sie,Falun-Gong, und selbst das Politmagazin „Focus“, das einst nichtgeradezu zimperlich mit der Psychosekte umging, in einen Topfgeschmissen. Die zwei E-Mails von Xu Pei an die Deutsche Welle, fuerderen Auftauchen im Internet Sie „Die Luft ist duenn“ von unseremPortal schuldig machen wollen, entkraeften mit ihrem aggressivenTonfall nicht gerade eine Verstrickung aller China-feindlichen Kraefte.

Zudem werfen Sie Sieren vor, schlecht recherchiert zu haben, sonst„haette er erfahren, dass wir von Xu‘s Kritik an Zhang erst erfuhren,nachdem unser erster Artikel im August erschienen war“.

Da muessen wir den armen Mann aber in Schutz nehmen. Es ist leichtfestzustellen, dass Frau Pamperrien regelmaessigen E-Mail-Kontakt mitXu Pei pflegt. Einige Xu’s brisanter Beitraege finden auch Eingang aufder Website von Frau Pamperrien („Berliner Journalisten“).Beispielsweise Xu‘s Redevom April dieses Jahres, ein voodoomaessiger Vortrag ueber Himmelsauge,das auf die Olympia in Peking richtete. Zum Schluss wollte Xu noch miteinem umgedeuteten Nostradamus China’s Schicksal zu bestimmen wissen(Das ganze auf einer Website des modernen Journalismus. Soweit ist esschon in Deutschland). Es darf doch ohne weiteres gemutmasst werden(Mutmassung ist inzwischen doch ein Volkssport geworden), dass geradekurz vor Zhang’s Absetzung der E-Mail-Verkehr zwischen Ihnen ploetzlichabbrach. Wenn doch nicht, haben Sie dabei, wie es sich gehoert zwischengleichgesinnten uebereifrigen Politaktivistinnen, auch nur ueber dasschoene Wetter gesprochen.

Jedenfalls soll Xu Pei Ihnen dankbar sein, mit Ihrer Hilfe in deutschenMassenmedien eine Stimme erheben zu koennen. Dadurch, dass Sie in IhremBeitrag ihre Version zitieren, machen Sie ihre agitatorischesektendienliche Propaganda in Deutschland salonfaehig, mit ihrerRote-Infiltration-Theorie, die nicht mal vor ehrenhaften Politikern wieHelmut Schmidt Halt macht.

Uns wundert nur noch, dass Sie sich nicht bemueht haben, Sieren’sboesartige Unterstellung aus der Welt zu schaffen, dass dieFalun-Gong-Frau einst umsonst um dieselbe Stelle bei der DeutschenWelle beworben habe, die spaeter aber Zhang Danhong innehat. Somitgeben Sie doch Nahrung zur Mutmassung, die Sektenanhaengerin habe ausniederem Beweggrund rachesuechtig gehandelt.

Moechtegernwestliche Chinesen mit Schwarzmalerpinsel

Fuer Ihre antikommunistische Kampagne haben Sie den Baerendienst dieserPsychosekte und ihrer Anhaenger aber nicht unbedingt noetig. Siekoennen noch auf andere Geheimwaffen zurueckgreifen.

Das Zauberwort heisst Dissidenten, die zumindest frei von dubioserSpiritualitaet sind. Dachte man sich. Die Finanzsituation sprichtjedoch eine andere Sprache, zumal ein breiteres Publikum nur durch dieFalun-Gong-Zeitung „Epoche Times“ erreicht werden kann, eben gratis.

Dies hindert aber nichts daran, dass sich die exilchinesischenDissidenten mit Hingabe fuer freiheitliche Demokratie undMenschenrechte einsetzen. Immerhin verkoerpern diese Prinzipien dieuniversellen Werte der Menschheit. Werte, die bereits in ihrerVollkommenheit in den westlichen Industrienationen realisiert wordensind, die wiederum vom Rest der Welt verlangen, sich dieseallgemeingueltigen Werte zu eigen zu machen. Dass man bei diesenNationen durchgaengig auf ehemalige Kolonialmaechte trifft, von derenUnterwerfung viele heutige Dritt-Welt-Laender einschliesslich Chinaerst durch langjaehrige Kaempfe befreit sind, ist schlechtweg reinerZufall.

Allerdings stand China 30 Jahre zuvor am wichtigen Scheideweg: Wohinmit einem Land, das gerade eines der dunkelsten Kapitel in seinermodernen Geschichte, die Kulturrevolution, hinter sich hat? Man hateinen praktischen Weg gewaehlt, um in einem langen Prozess zunaechstdie am Rande des Abgrunds stehenden Wirtschaft auf Vordermann zubringen.

Im Allgemeinen ist unter den Durchschnittschinesen das Gefuehlwahrzunehmen, gegenueber frueher hat sich das Leben wesentlichverbessert. Trotzdem wird man von unseren lieben Dissidenten immerwieder daran erinnert, dass die Demokratisierung auf der Streckebleibe. Sie koennen die Argumente auch nicht mehr hoeren, China sollseinen eigenen Weg gehen, und angesichts der landesspezifischenSituation werde die Erfolgsgeschichte der westlichen Demokratie inChina nicht mehr wiederholen.

Das ist natuerlich Unfug. Bereits 20 Jahre zuvor wurde ein Experimentgestartet, in einem seinerzeit ebenfalls als totalitaer eingestuftenLand Sowjet Union. Der Projektleiter des Politversuchs heisst MichaelGorbatschow. Er handelte nicht nach dem primitiven Spruch: „Ob weisseoder schwarze Katze, fangen sie Maeuse, sind sie gute Katze.“ Was eraus seinem Zaubersack ausliess sind vornehme Katze namens „Glasnost“und „Perestroika“, die als Synonym fuer fortschrittliches Denkengalten. Man hatte gute Aussicht, ein ehemals sozialistisches Land nachdem westlichen Modell umzuwandeln.

Denn in Gorbatschow hat man den grossartigsten Internationalistengefunden, der alles in seiner Macht Stehendes getan hat, damitsozusagen allen Voelkern ausserhalb der damaligen sowjetischen Grenzedas Leben, im Vergleich zu frueher,  immer besser wird. Seinen eigenenLandsleuten jedoch nicht. Mit drei baltischen Laendern hat er schonProblem, weil sie zwar noch sowjetisch waren, wollten aber unbedingtAuslaender werden. Bevor er sich in Klaren war, ob er die Leute alsAuslaender (nett) oder Inlaender (schlecht) behandeln soll, wurden sieschon unabhaengig. In den darauf folgenden Jahren folgten noch dierestlichen 12 Teilrepubliken. Das Riesenreich brach auseinander.Russland stand allein da, mit einer maroden Wirtschaft und einempolitischen System, das sich Demokratie nennt. Eine Demokratie, dienoch staendig vom Westen verspottet wird.

Dass sich das chinesische Volk von dieser Entwicklung bei seinemNachbar nicht sonderlich begeistert zeigt, ist aeusserst bedauerlich.Somit erschwert sich ungemein die Arbeit fuer die politischen Kraefte,die gleich nach dem Ende des Kalten Kriegs bereits dieHoffnungsschimmer einer einheitlichen Weltordnung, basierend auf demvon Ihnen genannten „christlich-europaeischen Wertesystem“,wahrgenommen haben.

Unsere Exilchinesen lassen aber nicht locker. Zur Verwirklichung ihrespolitischen Ziels handeln sie gerade nach dem Motto aus der Mao-Bibel,die in der Kulturrevolution Kult war: „Alles, was der Feindunterstuetzt, muessen wir bekaempfen“, und vice versa. Dabei sind siesich absolut sicher, dass sie die verwundbarste Stelle ihres Gegnerskennen und treffen koennen. Beispielsweise die Wahrung der nationalenEinheit und territorialen Integritaet. Oder der Wille, die OlympischenSpiele 2008 erfolgreich ueber die Buehne zu bringen. Das Maerzereignisin Lhasa bietet eine optimale Gelegenheit, zum einen die SouveraenitaetChinas in Tibet in Frage zu stellen, und zum anderen durchBoykottaufrufe Chinas olympischem Traum einen dicken Strich durch dieRechnung zu machen.

Dafuer setzten unsere Dissidenten alle Hebel in Bewegung, um alleAktivitaeten, die der Pekings Zentralregierung und demOlympia-Ausrichter weh tun koennen, mit aller Kraft zu unterstuetzenund voranzutreiben, nur um danach herauszustellen, dass immer mehrDurchschnittschinesen, die angeblich die Nutzniesser all dieserBemuehungen sein sollen, ihnen die kalte Schulter zeigen. Dass es sichdabei noch um etliche vormalige Anhaenger der Demokratiebewegunghandelt, gleicht es einem Hollywood-Titel: „How to lose manysympathizers in a few weeks“.

Die Mehrheit der Durchschnittschinesen wuerde Zhang Danhong’s Aussage,dass es Vorsicht geboten sei, „was China betrifft, das Wort Diktatur inden Mund zu nehmen“, ohne zu zoegern unterschreiben. Welchen Anteil siedie chinesische Bevoelkerung auch ausmacht, ist sie natuerlich einerGehirnwaesche der kommunistischen Propaganda unterzogen worden. Soeinfach ist es.

Dabei ist man sich dessen bewusst, die Menschenrechtslage in Chinalaesst noch viel zu wuenschen uebrig. Wenn man aber auf die immensenFortschritte im Vergleich zu frueher hinzuweisen versucht, wird einemsogleich von unseren Menschenrechtspredigern die Lektion erteilt, dasssie bloss Augenwischerei oder als Alibiuebung zu deuten seien. DieMenschenverachtung sei systeminhaerent und ohne Machtwechsel nicht ausder Welt zu schaffen. Am liebsten soll man selbst den Laden in die Handnehmen. Wurde nicht schon in New York eine „UEbergangsregierung“pro-westlich gesinnter Exilchinesen gebildet, sogar mit einemselbsternannten „Praesidenten“?

Ob somit die Menschenrechtslage drastisch zu verbessern ist, zeigt dieTatsache, dass die pro-westlichen Kraefte, die in manchen Laenderndurch die sogenannte Farbenrevolution an die Macht gekommen sind, immernoch damit beschaeftigt sind, die neu gewonnene Scheindemokratie alsandersartige Plattform auszunutzen, um unentwegt ihre Machtkaempfeweiter auszutragen.

Es ist jedenfalls beleidigend, dass der Monopolanspruch unsererDissidenten als alleinige Interpreter in Sachen Demokratie undMenschenrechte nicht ernst genommen wird. Es ist einfach unerhoert,dass man noch an den Willen der Regierungspartei Chinas zur politischenReform glaubt. Die Betonkoepfe wuerden sich nur fuer eigenenMachterhalt interessieren. Alle Ermahnungen zur Verbesserung derMenschenrechte und zur Demokratisierung wuerden nur auf taube Ohrenstossen. In einem CNN-Interviewsind doch die folgenden Aussagen zu hoeren, dass 1) man „das Wahlsystemverbessern“ soll, „damit die Regierungsmacht wahrhaftig dem Volkgehoert“, 2) man „das Rechtssystem verbessern“ soll, einen „Rechtsstaataufbaut“ mit einem „unabhaengigen und gerechten Rechtssystem“ und 3)man „die Regierung unter der Aufsicht der Bevoelkerung stellen“ soll,dazu gehoere „die Transparenz der Regierungsangelegenheiten“ und die„Aufsicht der Medien und anderer Parteien“.

Im Uebrigen handelt es sich beim Interviewten um einen Herrn WenJiabao, seines Zeichens amtierender chinesischer Ministerpraesident.

Unsere liebe Dissidenten wollen natuerlich keine Zeit vergeuden mitsolchem „Lippenbekenntnis“, um diese „Reform der kleinen Schritte“ zubegleiten, die jedoch mit der Zeit substanzielle Verbesserungen mitsich bringt. Ihre primaere Aufgabe ist die Schwarzmalerei. Ihnen gehtes vor allem darum, ein duesteres Bild der chinesischen Gesellschaft zumalen und aufrechtzuerhalten.

Wahldeutsche Zensurgegner mit Zensurforderungen

Aufgrund der unterschiedlichen Entwicklung dieses Riesenreichs ist esauch nicht schwer, Missstaende irgendeiner Art ausfindig zu machen.Wohlwollende Loesungsvorschlaege sind aber bei weitem nicht so cool alseinfach anschuldigend den Zeigerfinger zu erheben, Unmut unter derBevoelkerung zu schueren und politisch Nutzen daraus zu ziehen.

Angesichts des hohen technischen Gehalts dieser schwarzmalerischenTaetigkeit koennen sie einfach nicht dulden, dass eine Zhang Danhongihnen ins Handwerk pfuscht. Ihre differenzierende Art derBerichterstattung sowie ihr Wille, Fortschritte der Demokratisierungund Menschenrechtslage in China erkennen zu wollen, sind unserenDissidenten ein Dorn im Auge. Sie muss also weg.

Sie muss weg, weil sie, nach dem Wort des innenpolitischen Sprechersder SPD-Bundestagfraktion Dieter Wiefelspuetz, „die Zensurversuche derchinesischen Regierung bereits im Kopf“ habe.

Soweit Sie, Frau Pamperrien und Herr Hein, mit aller Entschiedenheitdie Zensur eines „totalitaeren Regimes“ bekaempfen, soll Ihnensicherlich gelaeufig sein, wie eine solche Zensur funktioniert. Zu denMassnahmen, jemanden an Meinungsaeusserung zu verhindern, gehoertjedenfalls die Entfernung eines Journalisten von seinem Posten. Amliebsten wird er seinen Job los, damit verstummt auch fuer immer seineStimme. Ein sicherer Weg, das zu erreichen, ist zu seinem Chef zu gehenund schlecht ueber ihn zu reden, dass er aus der Reihe tanze, dass ernicht linientreu bleibe.

Das nennt man Denunzieren, ein hinterhaeltiges und abscheuliches Verhalten bei der Zensur.

In einer totalitaeren Zensur, die Sie an den Pranger stellen, soll dieGeschichte in der Regel so weiter gehen, dass sich der Boss erbostzeigt ueber die angezeigte Person und disziplinaere Schritte einleitet.Der Denunziant wird belohnt, der Abweichler gemassregelt.

Noch unmenschlicher ist die sog. Sippenhaft, eine Art Kollektivstrafefuer Familienangehoerige. Sie werden fuer Sachen bestraft, mit denensie ueberhaupt nicht zu tun haben.

Aber in Deutschland herrscht kein totalitaeres Regime, dafuerfreiheitliche Medien. Die Dissidenten geniessen die Freiheit, sichdirekt an die Vorgesetzten der Deutschen Welle, in diesem Fall demdeutschen Parlament, zu wenden. In ihrem Offenen Brief an den Deutschen Bundestag vom 17. September wurde den Abgeordneten ausfuehrlich gezeigt, wie Zhang Danhong gesuendigt hat.

Z. B., dass ihr vom chinesischen Staatsfernsehen CCTV das Privilegeines Live-Interviews eingeraeumt wurde. Oder dass sie und ihre Kollegeund Kolleginnen bei Heimbesuchen „hochpolitisch empfangen“werden.  Also zwei der schwerwiegenden Verfehlungen derDW-Mitarbeiterin, weil Mitarbeiter der Auslandssender andererwestlicher Staaten nicht in Genuss solcher Behandlung kaemen.

Jedenfalls sind die Vorgesetzten der Deutschen Welle auf dieseLinienuntreue zu sensibilisieren. Zwei Bossen haben auch entsprechendreagiert und  wuerdige Empoerung zum Ausdruck gebracht. DieterWiefelspuetz attestierte die Auftritte der DW-Frau als „einzigeKatastrophe“. Guenter Nooke (CDU), Menschenrechtsbeauftragter derBundesregierung und Mitglied des Rundfunkrats der Deutschen Welle,warnt davor, dass der Sender „in die Naehe anderer Regierungen rutscht“.

Dass Zhang Danhong ihre leitende Position im Sender inzwischen schonlos ist, genuegt unseren Exilchinesen nicht. Sie fordern dieAbgeordneten auf, „die China-Redaktion der Deutschen Welle gruendlichneu zu organisieren“.

Fuer die Aeusserungen, die uebrigens wie zuvor aufgelistet auch vonvielen deutschen Prominenten geteilt wurden, musste sich zunaechst dieDW-Mitarbeiterin um ihre Stelle bangen. Die Ausuebung ihrer Rechte,Gedanken frei ausdruecken zu koennen, haette sie beinahe den Jobgekostet. Nur um, zur Warnung vor weiteren Gesinnungsabweichlern, einExempel zu statuieren.

Die Dissidenten verlangen aber mehr. Ihre konkrete Forderung:UEberpruefung der direkten Verwandtschaften (inklusive Elterngenerationund der angeheirateten Verwandten) der Mitarbeiter derDW-Chinaredaktion unter anderen auf ihre Parteimitgliedschaft, ihreZugehoerigkeit zu diplomatischem Dienst oder zu staatseigenenUnternehmen.

Diejenigen, die diese Forderung gestellt haben, muessen dafuer einVorbild noch frisch in Erinnerung  haben. Auf dem Hoehepunkt derKulturrevolution, fuer viele Jugendlichen, die verzweifelt in dieeinzig politisch korrekten Rotgardisten aufgenommen werden wollten,galt der verhaengnisvolle Leitspruch: „Ist der Vater ein Held, stehtder Sohn seinen Mann. Ist der Vater reaktionaer, bleibt der Sohn einVillain.“ Eine moderne Version der Sippenhaft in Form der sogenanntenAbstammungstheorie.

Unter den Unterzeichnern einiger spaeterer Offenen Briefe gegen dieDW-Chinaredaktion sind nicht wenige fuer eine gruendliche Abrechnungder Geschichte des kulturrevolutionaeren roten Terrors. Zwei von ihnensind Geschwister von Yu Luoke, ein mutiger junger Mann, der im Kampfgegen diese absurde Abstammungstheorie sogar sein Leben lassen musste.

Genau diese exilchinesischen Freidenker sind nun auf die Idee gekommen,die Mitarbeiter einer bedeutenden deutschen Medienanstalt nicht danach,ob sie objektiv, vorurteilsfrei und gerecht Bericht erstatten, sondernach ihrer Blutverwandtschaft zu ueberpruefen und zu reorganisieren.

Bloss gibt es hier in Deutschland keine Zensur.

Deutscher Autorenkreis mit Verfolgungsfleiss

Zwischenzeitlich nahm das Ereignis eine weitere Dimension an: Am 23. September hat der „Autorenkreis der Bundesrepublik“ einen Offenen Briefan den Bundestag veroeffentlicht. Ein Offener Brief, unterzeichnet von59 namhaften Schwergewichten der Weltintellektuellen (Der offene Briefdes von Ihnen wie Halbgott ehrfuerchtig erwaehnten Dissidenten WeiJingsheng, der aber substanziell nichts Neues zu bieten hat, wird hiernicht naeher eingegangen).

Wie es in Ihrem Beitrag „Eklat bei der Deutschen Welle“ publik wurde,sind unter den Unterzeichnenden u. a. Traeger des Nobelliteraturpreisesund des Friedenspreises des deutschen Buchhandels und sonstigerenommierten Schriftsteller und Wissenschaftler.

Allein ihre klangvollen Namen sind Inkarnation der Pressefreiheit undInbegriff der Meinungsfreiheit. Allein der Gedanke, dass in diesemOffenen Brief diese Namen klammheimlich fuer Denunzierung hilfloserMedienmitarbeiter missbraucht werden koennten, waere schon suendhaft.

Ganz im Sinne einer freiheitlichen Demokratie wurde schon dieUnterzeichnung des Offenen Briefs gehandhabt: Der Vorstand beschloss,dass man „in Namen aller Mitglieder unternehmen“ duerfe.

Aber was steht ueberhaupt in dem Offenen Brief dieser letzten Festung der freiheitlichen Demokratie?

Zunaechst wird die „Aufsichts- und Sorgfaltspflicht von Seiten derDeutsche Welle“ in Frage gestellt, die versaeumt haben sollte,einen  „Re-Import diktatorischer Propaganda und damit den Verrat an derchinesischen Opposition“ zu verhindern. Es wird ausdruecklich eineMitarbeiterpruefung gefordert, die „fuer alle Redaktionen gelten, dieueber und in totalitaere Laender einschliesslich Russland berichten.“Ausserdem ist „eine nochmalige Stasiueberpruefung“ der deutschenDW-Mitarbeiter anzuordnen und eine Verpflichtung „auf einen Codex hin“vorgeschlagen. Nicht zuletzt wird noch angeregt, dass „einunabhaengiger, diktaturimmuner Beobachter“ eingesetzt werden soll.

Es ist unschwer festzustellen, es wird hierbei im groessten Teil insgleiche Horn geblasen wie bei unseren exilchinesischen Dissidenten. Miteinigen feinen Unterschieden: Zunaechst wird die Sippenhaft auf diesaemtlichen DW-Mitarbeiter erweitert. Zudem ist der Vorschlag neu, zurGesinnungsreinhaltung einen ideologisch resistenten Schnuefflereinzusetzen.

Diese Forderungen markieren in anschauliche Weise die Defiziteunsererseits in Verstaendigung freiheitlicher Meinungsaeusserung.

Wenn es von Meinungsfreiheit die Rede ist, denken wir gleich an denberuehmten Satz: „Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde meinLeben dafuer einsetzen, dass du es sagen darfst.“ Sehr wahrscheinlichmachen wir dabei aber einen anachronistischen Gedankenfehler, immerhinwird das Zitat Voltaire zugeschrieben, einem Aufklaerungsphilosophenaus dem 18. Jahrhundert.

Vielmehr soll ein moderneres Zeitalter in Betracht gezogen werden. Manerinnert sich an die AEra der Angst und des Schreckens von einemGeorgier, der auch alle Propaganda auf seiner Seite glaubte. Sein Name:Saakasch-  … Oops! … Dschughaschwili, alias Stalin. Beruehmt sind seineSaeuberungen, ausgefuehrt von der Tscheka, naemlich der Geheimpolizei,die hundertprozentig IMMUN gegen „falsche Ideologie“ war.

Bloss gibt es hier in Deutschland keine Zensur.

Zensur existiert naemlich nur in einem totalitaeren Staat, wo man denEmpfaengern mit Einheitsmedien einheitliches Gedankengut eintrichtert.Das nennt man wohl Propaganda. Und wie es in Ihrem Beitrag steht, seidie chinesische Nachrichtenagentur Xinhua „die groesstePropagandaagentur der Welt“. Aber, nennen wir nun das Kind doch beimrechten Namen: in Sachen Propagandakunst steht diese Agentur noch inden Kinderschuhen.

Insgesamt wird das chinesische „Propagandaapparat“ seinem Ruf nichtgerecht. Ein Blick in die aktuelle chinesische Medienlandschaft decktauf, dass, trotz Proteste eines breiten Publikums, immer noch Quellenwie ein Blog von Ai Weiwei, ein Internetforum cat898.com oder eineTageszeitung Southern Metropolitan News existieren. Bekanntlich sind indiesen Medien Meinungen vertreten, die von der offiziellen Linie zumTeil massiv abweichen. Diese Toleranz, die leider nicht der Behauptungder Menschenrechtsprediger entspricht, ist aber nicht Gegenstandunserer Diskussion. Uns interessiert doch nur, wer im Besitz der wahrenPropagandakunst ist.

Die hohe Propagandakunst besteht naemlich in der unauffaelligenMeinungsbildung auf eine subtile und effektive Weise, ohne dieEmpfaenger mit hohlen Parolen zu bombardieren. Die Stimmungswende imWesten seit dem Maerzereignis ist doch ein Paradebeispiel einer solchenLeistung. Etliche westliche Mitmenschen fanden mit medialer Hilfeploetzlich einen „Schurkenstaat“ vor sich, den man unbedingtboykottieren muss. Sie waren stolz darauf, eigene Schluesseselbstaendig gezogen zu haben, dabei haben viele noch niemals einenFuss auf chinesischen Boden gesetzt.

Mit einem so heiklen Propagandaauftrag ist eine pro-chinesische Stimmewie die von Zhang Danhong, dazu noch eine aus den eigenen Reihen, aufkeinen Fall zu vereinbaren. Solche schwarze Schafe gehoeren aus denReihen der deutschen Medienschaffenden gebannt. Und Sie, FrauPamperrien und Herr Hein, sind mit Ihrem Denunzierungs-, oh Pardon,Aufklaerungsversuch, die Gerechtigkeit in Person, um eine langatmigeVollstreckung dieser Verbannung in Gang zu setzen.

Vielleicht schaffen Sie es, was seinerzeit Senator McCarthy nichtschaffte, naemlich einen Staats- bzw. Medienterror gegen alles, wasangeblich mit Kommunismus zu tun haben. Ein aeusserst repressiverUmgang mit damalig linksorientierten Oppositionellen, was auch vomrechtskonservativen Lager bis zum heutige Tag als anstoessig undmenschenunwuerdig verurteilt wird. Nichtsdestotrotz wuenschen wir Ihnenviel Erfolg bei Ihrer modernen Hexenjagd, in der Sie alsInquisitionsrichterin und Inquisitionsrichter auftreten. Werfen Sie dieVerraeterinnen und Verraeter auf die „christlich-europaeischen“Gesinnungsscheiterhaufen. Nach ihrer Verbrennung wird womoeglich eineideologisch reine und homogene Medienwelt zurueckbleiben. Gottlob!

Laesst sich aber somit jeglicher gottverfluchte Chinalob unterbinden? Wohl kaum.

Am 9. Oktober veroeffentlichten renommierte Sinologen, Journalisten undPolitiker, darunter ein anderer Nobelliteraturpreistraeger (GuenterGrass, spaetere Unterschrift), eine Ex-Justizministerin, zweiparlamentarische Staatssekretaere und Leiter der sinologischenAbteilungen oder Ostasienforschungen vieler deutschen Universitaeteneinen Offenen Brief, um die DW-Chinaredaktion zu unterstuetzen.

Fuer die Unterzeichner des Offenen Briefs strebe die Aktion gegen dieDW-Chinaredaktion das Ziel an, jede „um Differenzierung bemuehteoeffentliche Kommunikation ueber die Entwicklung Chinas in Journalismusund Wissenschaft“ zu unterbinden und alle „oeffentlichen Akteure diesesBereichs auf eine pauschale negative Berichterstattung ueber China“ zuverpflichten.

„Fuer die Wahrung der Grundsaetze journalistischer undwissenschaftlicher Professionalitaet, Eigenverantwortung undObjektivitaet ohne jede Einschraenkungen“ treten die Unterzeichnendenein. Die „Verantwortlichen in Publizistik, Politik und Wissenschaft“fordern sie auf, „sich offensiv und entschieden vor die in derlaufenden Kampagne zu Unrecht angegriffenen Personen zu stellen“, dieChina „nicht schlicht als ‚Schurkenstaat’ betrachten“.

In einem weiteren Offenen Briefmit dem Titel „Wir sind das (Hoerer)volk“ haben sich am 11. Oktober„die in Deutschland lebenden chinesischen Studenten und Akademiker“gemeldet, die „zu den zentralen Zielgruppen“ zaehlen sollen, „welchedie Deutsche Welle mit ihren Sendungen zu erreichen angehalten ist“.Sie appellieren unter anderem „eindringlich an alle Mitmenschen inDeutschland bzw. deren Volksvertreter, Abstand zu nehmen vom bequemenSchwarz-Weiss-Denken, und sich vorurteilsfrei mit Chinaauseinanderzusetzen“.

Ende November soll sich der Rundfunkrat mit der Kontroverse um denAuslandssender befassen. Zu einer sachgerechten Beurteilung werden alleeinschlaegigen Beitraege der Chinaredaktion von diesem Jahr insDeutsche uebertragen. Eine vernuenftige Massnahme, finden wir. Ihnen,Frau Pamperrien und Herr Hein, die Sie der chinesischen Spracheueberhaupt nicht maechtig sind, raeumen wir natuerlich das Privilegein, deutsche UEbersetzungen von Ihren Informanten vorselektiertserviert zu bekommen. (Wie gut dies funktioniert, zeigt der Beitrag imAnhang ueber einen Bericht vom Deutschlandfunk ueber die angeblichtendenzioese Berichterstattung der DW-Chinaredaktion.)

Zur Wahrung der Gleichberechtigung unter uns „Rotpropagandisten“ wollenwir aber unbedingt noch eine Frage loswerden. Weil Sie uns dietreffende Bezeichnung „Partei der fuenf Mao“ verpasst haben, koennenSie uns mit Sicherheit Bescheid geben, ob gleiche Entlohnung gilt, auchwenn im Offenen Brief vom 9. Oktober prominente Autogramme vorliegen.Demzufolge die indiskrete Frage:

Bekommen sie auch fuenf Mao bezahlt pro Unterschrift?


In Erwartung auf Ihre aufschlussreiche Antwort verbleiben wir
mit voradventzeitlichen Gruessen (eben „christlich-europaeisch“)

Anti-CNN.com (alias „Partei der fuenf Mao“)


Anhang siehe:
http://www.anti-cnn.com/forum/cn/redirect.php?goto=findpost&pid=1690060&ptid=117618
An Wählervertrauen... an Zustimmung...
说的真透彻,解释的真耐心,我想我这辈子都不可能忘得掉。荣幸与福气。我们的AC。

若使天下兼相爱。软实力所在。

各尽所能。

中文译文,也包括引子、正文和附件

中文译文如下,可转载至中文论坛或发送至中文媒体:

尊敬的女生们先生们:

此信首先是针对潘帕里安女士和海因先生,他们二位以极大热情关注着张丹红和德国之声事件,并以按固定间隔发表的文章系列不断引起德国媒体的注意。我们只是想提醒二位,世界上还有其它声音也代表真相,而并非像他们表白的那样只有一个终极真理。

其他收件人收到此邮件,是因为他们通过不同方式接触此事并表示了相应的关心。现在他们可有一个更多的机会可以了解中国草根网民,即所谓“五毛党”,对具体此事以及对德国媒体总体有一个什么看法。

祝阅读快乐。

Anti-CNN.com


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致潘帕里安和海因的公开信

事由:您二位一个不愿结束的文章系列以及他人众多的公开信

尊敬的潘帕里安女士,尊敬的海因先生:

  事情起源于今年九月十九日,我们有幸拜读了您二位的大作《反德国媒体运动──“纳粹魂回归了”》。真是受益不浅。之所以受益不浅,是因为我们从而得知此前闻所未闻之事。

  比如说下列事实:我们这些反CNN网站的用户以及在德华人上网抗议西方媒体──尤其是德国媒体──对中国带有偏见的不实报道,不过“是‘五毛党’在执行中共布置的任务”。有“硬性化的信息”表明我们“受了雇用”,“每发一个拥护党的帖子可以挣五毛钱”。一位大名鼎鼎的“波恩发展政策研究所的经济学家和中国问题专家多丽丝·费舍尔”也证实了这则消息。您二位还提供了细致入微的媒体服务:“五毛大约相当于欧元的五分”,以便我们形象地了解自己的收入。

  我们深受震动。就像置身于一部怪诞的恐怖惊悚片,伴随着令人恐惧的音乐,黑暗中一个阴影轮廓渐显。突然一道闪电,追踪已久的凶手原形毕露。

  而这凶手就是你自己!这怎能不令人毛骨悚然。

带特异功能的德国媒体十字军

  自今年三月份以来,大多数西方媒体以西藏问题为借口营造出一个无所不在的反华气氛,因为它们竭尽全力要阻止世界公众在奥运年对北京的集权政府产生同情,并将此视为己任。

  这当然不合我们的胃口。自中国改革开放以来,我们在各个领域都看到了长足的进步并认为目前的反华潮只能是事与愿违,因此我们在网上同匿名批评中国的网民争辩,在生活中同我们的德国同事讨论。我们支持张丹红及其他很多人的理性声音,并为有人要扼杀这种声音而义愤填膺。

  我们自认为这完全是自发的。然而我们错了!幸亏有您二位──潘帕里安女士和海因先生──的及时提醒,我们才认清这一残酷的事实:我们被操纵了!

  也就是说,我们本不想做这些事,而不过是为最终完成任务后得到一笔许诺的钱。

  通过您二位的超自然功能,潘帕里安女士和海因先生,您们竟觉察到我们自己都一直无从得知的脑细胞活动。也许用的是一个遥控读脑器?毕竟我们已经进入了二十一世纪,又是在科技发达的德国。

  我们心服口服,同时也为那条附加消息而心花怒放──还有人欠我们钱呢。不过我们还有个小小的问题,需要洞察一切的您二位帮忙解决。

  用钱雇人,自然是许诺给他一种经济上的实利。在我们“五毛党”的情形下,我们找不到这个实利。

  以“空气稀薄”为例。您二位在这篇大作里将德国之声内部一个泄密事件怪到他头上,而实际上是他先在另一个论坛发现了一篇有相关内容的贴子,因为内容精彩而转贴到反 CNN 网站。另外做为反 CNN 网站的管理员他认为发贴管贴就是他的义务。

  按照您二位的统计结果他“自三月份以来发了2300篇贴子”。我们且以此为依据来估计一下按您说的算法他能拿到多少钱。

  按中国货币计算他能得到大约1250元人民币。这大抵相当于北京一个低收入民工的月薪,而我们的考查对象却要整整卖力干半年。我们在这里没看到什么实利。

  也许在中国这样一个压低工人工资的国家薪水就这么低。但“空气稀薄”的工作地点却是在德国。把这笔钱换算成德国通用的欧元后,不过是区区135欧元,还不够支付他这几个月上网的费用。我们还是看不到任何好处。

  在这种情况下也许多莉丝·费舍尔能帮上忙,毕竟还是她提供了“五毛党”存在的“硬性化的信息”,对我们的数学难题她肯定能给出令人信服的答案。在网上略做搜索便可以找到她的一份给人深刻印象的履历表,既是经济专家又是汉学家,同时为投资中国的厂家做顾问。我们偶尔会听到一些德国公司──尤其是中小型企业──抱怨说在中国赚不到钱。有费舍尔博士这样的数学天才出谋划策,还会有其它结局吗?

  不过您二位且允许我们为“五毛党”提供另一个解释。我们绝不是不相信您二位的判断力,我们无条件地相信您二位提供的“硬性化的信息”。只不过在网上的激烈辩论中我们经常会面对各种各样的指责,而最后还是您二位这样高级别的作者组合给我们“正式”加封了上述称号。我们当然也会予以回击,比如我们称一些顽固的仇华煽动家为“五分党”,这“分”可是美分,因为我们也有“硬性化的信息”表明有资金雄厚的国外组织在背后支持各类反华行动。

  在网上近战中这样的指责应属于个人攻击一类。而这个据说已有九十多年历史的称呼,其来历已可忽略不计,因为现在的用法实际上与一个所谓金钱交易的具体数额毫无关系,而不过是对敌手竟能不顾一切为他人卖力表明一种讽刺。

  不过需要再次说明,我们对您二位册封我们为五毛党绝对信以为真,虽然连费舍尔女士对所谓“五毛党”受雇上网也提供不出丝毫具体证据,而这个所谓的金钱交易根本就不划算。

音色回异的德国之声

  但您二位的文章的重点根本不是我们,而是张丹红和德国之声电台。您二位以极大的热情关注着这位德国之声的女工作人员,而且是在今年八月二十日的一篇文章里就已经开始了。

  文章责怪张竟然表扬中共“为实现人权宣言第三条 (指生存、自由和安全的基本权利)做出了比当今世界上任何政治力量都要大的贡献。”(在后来的文章里您二位又友好地加上了原被有意隐瞒了的一段话:“中国政府成功地使四亿人口摆脱了绝对贫困。”)此外您二位还指责她维护中国互联网管制的政策,她还辩解说,“在德国这里”“也不能登录所有网站,比如说儿童色情网站。”在一次脱口秀里她批评“德国女总理因为接见了达赖喇嘛而损害了中德两国间的友好关系”。文章中没有提到她在同一次节目还指责默克尔竟将中德关系“引向相互对立”。而这种“非黑即白的思维方式”甚至体现在基民盟/基社盟议会党团的一份“亚洲战略计划”里。

  在引用张在另一次脱口秀中关于中国人权问题的言论时,您二位不禁激动得有些语无伦次。并无证据证明您二位强加给她的言论“大多数中国人并不需要言论自由,他们只想要发展经济”出自她口(我们检查了整个节目)。另外张还提到“中国政府有某些界限”“不能越过”,而只有“从事政治活动的”“一小部分铁杆分子”会被追究。即便如此我们也得不出您二位的结论,说她的言论意味着“那些人被投入监狱或送上绞架是自作自受。”

  因为您二位巧妙地隐瞒了张明确批评了中国出现的违反人权现象并声称这些是不可原谅的这一事实。但张同时也认为中国不是“一个糟糕的邪恶国家”。“总体来看,多数中国人的状况得到了改善。”人们必须“承认在中国政府治理下过去三十年出现了惊人的成功”,而且不应该“对取得的成绩闭口不谈”。

  而这些都是证明,证明这位竟担任了领导职务的德国之声女记者是“忠于共产党路线的”。借用一下一些与您二位志同道合者后来的措辞,这里出现了“独裁宣传的出口转内销”。可以想见,这样染红了的电台及其工作人员在爱国爱党的中国受众那里会得到怎样的表扬和赞许。

  首先这里要提到的是,直到奥运开始前夕这个电台及其网页在中国大陆都被封锁。现在我们任选一封九月二十七日的读者来信,来评估一下普通读者的一般反应。这位自称“胡勇波”的读者一直是很相信西方媒体的客观公正的。自从可以自由登录德国之声网页后他却“感觉到越来越困惑与动摇”。他发现:“中国媒体人隐瞒造假,外媒却是污蔑造谣。”还有:“中国媒体可气,外部媒体可恨。”

  让我们相信这是对一个亲华电台的表扬,的确比较困难。但谁说您二位,潘帕里安女士和海因先生,没说实话呢?这段读者的反应是德国之声及其工作人员路线正确的一个明证,即他们是忠实于西方媒体主流方向的,也就是绝不能让人对中国领导产生同情,而且为达到这点可以不择手段,包括造假,虽然这样会将多年来打造的客观公正的形象毁于一旦。

  现在有个张丹红显然不遵守游戏规则,还胆敢表达自己的观点。浏览一下各类德语媒体,便可看到张与通行的德国公众舆论距离有多远。

  出奇多的德国著名政治家都对中国政府“将四亿多中国人从绝对贫困和饥饿中解救出来”而表示钦佩。至于这一成就能否与“当今世界上任何政治力量”相比较,可参见世界银行的一个最新报告,报告中称如果没有中国这一巨大成就全世界的贫困人口比例还会有大幅度增长。而这一“生存权(基本人权),即享受教育、健康保险以及战胜贫困的权利”也属于人权,这是联邦议员赫尔塔·多伊布勒—格梅林的原话。而显然不只她一人持有这一观点。

  在谈到北京奥运前夕的上网限制时德国奥林匹克体育联盟秘书长米夏耶尔·费斯帕说了下面这番话:“在我们这里是禁止极右网页,那在中国当然也会有一些网页被禁。” 此后他收回这番话时强调他反对在中国限制互联网,但“在世界所有国家都有网页被禁”这一事实他却从未否认过。

  针对女总理默克尔的对华政策,她的前任格尔哈德·施罗德也像张丹红一样提到了基民盟/基社盟联邦议会党团的亚洲战略计划,并很不客气地说这计划“把很多事情搞砸了”。而两年前另一位前任赫尔穆特·施密特就看出“女总理跑到那儿要求保护人权不会特别有成效。”中国人“马上会想到奥斯维辛”!

  在谈论中国的人权状况时,德国内政部长沃尔夫冈·朔伊布勒认为人们“应该明白,其他人并没有义务认为,只要是德国存在的,就是理想的”。赫尔塔·多伊布勒—格梅林也“不同意摆出一副教训人的架势”,并证实“中国在人权方面取得了非常大的进步”。做为联邦议会人权委员会主席及参与建立与中国的法制国家和人权对话的前任司法部长,她了解自己谈论的话题。

  这类言论还可以继续罗列下去。但也必须放弃一些信息源,比如说花久志,一名张引用过的、《时代报》和《日报》的驻华记者。他声称德国女总理默克尔应为"提供一个集体将中国看做新邪恶帝国的土壤"而负责任。但他几个月前就证明自己对德国媒体毫无用处,因为他做为最后一批能在拉萨逗留的外国记者竟没弄到中国军队挥枪舞棒、屠杀藏人的证据,可这些证据是众多西方媒体为维护一个在拉萨发生的流血暴力镇压的神话而梦寐以求的。他的报道却证明了这神话不过是个神话,而且是个骗人的神话。

高于一切的基督教欧洲价值准则

  对一般人而言,上面罗列的这些言论听来很耳熟。但您二位,潘帕里安女士和海因先生,可不会被这类比较所左右。

  张丹红竟认为自己做为德国之声一名小小的员工有怎么想就怎么说的豁免权,这不过是她一厢情愿的梦想。做为一名华裔她根本就无权发表亲华言论,因为目前只有华人华裔的仇华言论才可以自由进入德国大众媒体。

  此外人们不能接受一个靠纳税人养着的国家媒体成为“新邪恶帝国”的传声筒。至于张丹红说出了很多在德守法纳税的华人华侨的心里话,也于事无补 (她自己曾说“在此地生活华人对污蔑性报道的愤慨”是她这些言论的动力)。

  对您二位来说最主要的却是张的言论不符合德国之声的办台宗旨。正如您二位后来在一份表态中更精确地描述的那样,德国之声的“首要任务不是多元化的报道,而是向全世界介绍德国和德国文化。电台应该传递基督教欧洲的价值观,并促进民主和人权。这一价值观里包括多元化以及转述其它大陆的观念观点。”

  我们真想完全相信您二位的说法,只可惜德国之声的网页是对所有人公开的。我们在电台宗旨中也找到了相应任务:“我们传递自由民主价值并致力于维护人权。”但这条至少是顺序上并不在首位,也难以被称作“首要任务”。对该台更重要的看来还是“转述德国的和其它的观念观点”,并促进“各种文化间的对话”以及致力于“民族间的理解和宽容”。

  我们由此看到,张丹红其实很出色地完成了这些“首要任务”,她为消除对中国的偏见传输了“其它观念观点”,并明确地致力于对话、民族间理解和宽容。当然我们的想法并不做数,做数的是“基督教欧洲价值观”。

  而我们又遇到了个大难题。通过您二位精确了的概念“基督教欧洲价值观”在该台宗旨中竟根本没出现。在《德国之声法》里用字词搜索寻找“基督教的”(大概是达赖喇嘛也要遵守的教义) 字样没得到任何结果。很可能您二位在查资料时把德国之声同梵蒂冈电台搞混了。是靠上帝之手的帮助?

  但这一切都无法改变对不少德国听众来说张丹红就是一块红布,就像对他们来说“共产党”字样也是块红布一样。在德国广播电台一次有张参加的直播节目里听众可以直接向来宾表达意见,一名激动的观众就试图直接质问德国之声的这位女工作人员,她是否共产党员。

  原来这才是症结所在。症结就在于一群资本主义的看家狗逮住了一只“共产党”花狗。原来每个亲华言论都可以被归结为一个秘密的共产宣传任务,而这不过是一个完全合理的揣测。正如当初《明镜》周刊也合理揣测,全体在德华人学生学者都是为中央帝国工作的潜在的“黄色间谍”。

  据德国之声台长自己透露,他询问了本台这位工作人员是否秘密地拥有党员身份。他得到了否定的答案。

有招魂者暗助的德国自由魂?

  很多FLG追随者并不在乎被询问者是否真是党员,而会一味地奉劝对方**。对此这个伪宗教组织还有一个解释,虽然听来有些玄虚:入党时人身上会被刻上一个“动物的”印记,只有通过正式**这个印记才会消除,不履行正式的**手续就会被厄运和不幸纠缠一生。这不是格林童话或是天方夜谭,而的确是FLG用来鼓动尽可能多的党员**的正式论据。

  劝退要求不仅限于党员,还包括团员和少先队员。我们听说了有人已过中年,却有FLG追随者苦口婆心地劝人家退队,虽然年过十四岁队员身份就自动取消了。通过这种方法“三退”人数便可节节增高。

  FLG起初不过是众多气功养生法中的一种,但其疗病方法确有与众不同之处:信众至少不被鼓励去接受医学治疗,因为通过修炼信奉者的下体内会植入一个能包治百病的法轮。FLG坚决否认禁止追随者就医。但当教主李大师患了脑癌后,却必须乔装出行去医院诊疗,以免被信众们发现这一矛盾之处。

  根据莱比锡州立高级法院二〇〇五年的一个判决,FLG根据其组织和邪教性质的集体信奉意识可以被称为心理邪教,这样FLG就沦为与美国科学教做伴的地步。但科学教至少还没有提名自己的美国总统候选人,而FLG却有自己的政治目标。而这个目标就是推翻中国的执政党。

  为此这个邪教多年前就积累了足够的政治资本,因为该教被共产党禁止并加以追究。有这个理由就足以得到资金雄厚的反华分子的强力支持了。现在该教不仅有自己全球大批量发行的机关报《**》,它还拥有一个教属电视台**电视台。这样丰厚的嗟来之食岂是区区五分可相比较的。

  这些追求自由的FLG追随者们不惜使用他们指责政治对手使用的同样手段。甚至对一些国际非政府组织的观察员来说,他们的一些指控都显得过分夸张和无中生有。

  一个掀起轩然大波的高潮出现在四川大地震发生后不久。做为一个以“**”为最高准则的组织FLG,完全按莎朗斯通臭名昭著的“报应”论的风格,称这个令八万人丧生的灾难为上天对共产党的惩罚。当一些邪教成员还在纽约唐人街大张旗鼓地宣扬这种亵渎亡灵的论调时,被激动人群的吼声淹没,而这一自发行动马上被归咎于中国政府特务的挑拨。

  然而不是所有人都愿意同这个教派有什么瓜葛。例如《焦点》杂志──正如您二位文章里也提到的,慕尼黑这家杂志社甚至考虑要将中国新华通讯社告上法庭,因为后者曾声称一名《焦点》记者有FLG背景。

  您二位,潘帕里安女士和海因先生,根本不用采取什么法律手段,因为您二位根本不屑于掩饰您们的FLG信息来源。您文章中做为反张先锋而赞赏有加的徐沛就是个铁杆儿FLG追随者。而如前所述,您二位引用的《**》根本就是邪教的机关报。

  但这绝不意味着您二位没有资格为所有人都将您二位和徐沛一起做为发起反张运动的三驾马车而感到惊奇。您二位十月十二日发表了一份申明,针对《时代报》上刊登的中国专家弗兰克·泽林的一篇文章里所谓诬陷不实之词您们否认曾挑起过一个反张运动。

  您二位指责泽林先生根本就弄混了事情的时间顺序,我们倒也没义务替他辩护。而您二位如果坚决不愿承认发动过什么运动,那也许就是事实。实际上事情的起因的确先是八月十一日《焦点》杂志上一篇首次在德国公开批评张的文章。您二位的第一篇相关文章发表在《柏林日报》上。那是八月二十日。

  而根据我们所了解的时间顺序,《柏林日报》是第一批报道这位德国之声女员工被解职的,报道中给出了您二位两天前发表的文章的链接。对您二位显然无足轻重的是,这条新闻是通过邪教报纸《**》及其网上版首先用中文公之于众的。两组报道里都是喜悦之情溢于言表。

  在遥远的中国大概就形成了这些媒体事件之间有必然联系的印象,而马上您二位、FLG、甚至《焦点》杂志就都被当做一伙的了,而《焦点》杂志却曾很不客气地评价过这个心理邪教。徐沛发给德国之声的、您二位认为本站的“空气稀薄”应对其在网上出现负责的、口气恶劣的两份电邮并不能帮助减弱所有仇华力量正相互勾结的推测。

  此外您二位还指责泽林未做认真调查,否则“他会了解到我们是在八月份自己的文章发表后才知道徐沛对张的批评的”。

  这点上我们可要为这个可怜人说两句话。因为很容易可以确认潘帕里安女士同徐沛经常通过电邮相互联系。徐的一些大作出现在潘帕里安女士的网页上 (《柏林记者报》),例如今年四月徐的一篇讲述有天眼在监视北京奥运的报告,一篇巫毒跳大神般的讲演,最后徐还想告诉大家她已用赋予新寓意的诺查达姆斯预知了中国的命运(这一切刊登在一份研究现代新闻报道的刊物上──德国已经到了这步田地)。无论如何也该允许人们揣测(反正揣测近来已成为大众运动),在张被解职前夕您们之间的电邮联系会突然中断。如果没有,那您两位情投意合的热情过度的女政治积极分子之间当然只会聊“天凉好个秋”这类话题了。

  无论如何徐沛应该对您二位表示感谢──是通过您二位的鼎力相助她才能在德国大众媒体中发出声音。因为您二位在文章中引用了她的观点,她服务于邪教的煽动性宣传在德国才能登堂入室,包括她的像赫尔穆特·施密特这样享誉全球的政治家都不放过的红色渗透理论。

  我们奇怪的只是您二位无动于衷地任凭泽林恶语中伤FLG女人,说她曾垂涎张丹红目前的职位而不可得。这样您二位等于是为这位邪教追随者实际上是出于打击报复这类不可告人的目的才这样上窜下跳的谣言提供了养料。

渴望全盘西化的中国抹黑匠

  但是您二位没必要请这帮邪教徒及其追随者为这场反华战役帮倒忙,您二位还可以使用其它的秘密武器。

  这秘密武器就是异见人士。他们可没什么奇怪的信仰——还是我们又错了?因为金钱用的是另一种语言:至少只有通过FLG报纸《**》才能将信息传递到一个更广泛的读者圈,毕竟是免费的么。

  但这并不能阻止流亡异见人士为民主人权做奉献的决心。无论如何这类原则代表了人类的普适价值,只有在西方工业国家这些价值才得到了完美的体现,因此它们也要求在世界其它地方实现这些放之四海而皆准的价值。虽然这些国家都是些过去的殖民强权,很多第三世界国家包括中国费尽千辛万苦才从其统治下解放出来,但这不过是纯粹的巧合。

  毕竟三十年前的中国正处于一个分水岭:应将刚经历过中国现代史上一个黑暗时期文化大革命的国家引向何方?人们选择了一条务实的道路,首先要通过一个漫长的过程将已处于崩溃边缘的国民经济搞上去。

  一般来讲普通中国人都感觉生活比过去有了显著的改善。尽管如此,我们的异见人士还是要提请注意,中国的民主化尚未实现。他们已经听不得所谓中国应该走自己的路以及根据各国具体情况西方民主的成功故事不可能在中国重演这类腔调。

  这当然都是扯淡,二十年前在一个当时还被称为集权国家的苏联就有过一次试验。这个政治试验的项目总经理叫米哈伊尔·戈尔巴乔夫。他才不屑采用“不管黑猫白猫,抓住老鼠就是好猫”这样原始的政策,他从魔盒里放出来的是“透明度”和“改革”这样可做先进思维方式代名词的高雅概念。人们绝对有希望将一个社会主义国家按西方模式加以变革。

  这首先是因为戈氏的确是个不可多得的国际主义者,他竭尽全力要让在当时苏联境外的几乎所有民众的生活都能比过去大有改善,而这一改善本国百姓却无权消受。但在波罗的海三国那里就遇到了问题,因为他们虽然还属于苏联,可却想当外国人。就在戈氏还没想明白到底是该将他们当外国人 (友好) 还是当本国人(严厉)对待时,人家已经独立了。此后几年内剩下的十二个加盟共和国纷纷效仿离去,庞大的帝国土崩瓦解,只剩下俄国一个光杆司令,经济衰败,徒留一个被称为民主的政治制度。就这个民主还是西方不断嘲笑的对象。

  中国百姓对邻国的这一发展不甚欢欣鼓舞,这的确令人遗憾。这样某些政治力量面临的任务将变得无比艰巨,他们在冷战刚结束时就已经看到一个建立在您二位所谓的“基督教欧洲价值观”之上的统一世界体系的曙光。

  我们的流亡华人却毫不放松。为实现其政治目标他们不惜采用文革中极为流行的《毛语录》中的方针:“凡是敌人拥护的,我们就要反对”,反之亦然。他们当然清楚,他们能洞悉并击中对手最薄弱部位。比如说保卫国家统一和领土完整的决心,或是渴望成功办好08年奥运的愿望。三月份的拉萨骚乱提供了一个绝好的机会,首先可以质疑中国在西藏的主权,其次可以呼吁抵制而令中国的奥运梦受到重创。

  为此我们的异见人士使出浑身解数,全力支持并推动所有能刺痛北京中央政府和奥运主办者的各类行动,只是为了事后发现越来越多的、据称应是所有这些努力最终受益者的中国普通百姓给他们做冷板凳。而这些人里还有很多过去民运同情者的这个事实,也非常类似一个好莱坞标题:《如何在数周内失去很多同情者》。(原标题:How to lose a guy in 10 days,中文翻做《十日拍拖手册》──译注)

  多数中国普通百姓都会毫不犹豫地签字赞同张丹红关于要非常当心“在提到中国时把独裁两字挂在嘴边”的说法。不管这些人在中国具体占多大比例,他们肯定是被共党宣传洗了脑──事情就是这么简单。

  而在中国人们却很清楚前人权状况还亟需改善。但当人们指出与过去相比已经实现的长足进步时,我们的人权卫士马上会教训说,这些不过都是遮人耳目的雕虫小技。藐视人权是根植于制度本身之中的,必须通过权力变换才能彻底消除。当然最好是能自己亲自出马夺权,在纽约不是已经由亲西方流亡华人成立了一个有位自封大总统的“过渡政府”吗?

  至于这样是否能显著改善人权状况,可以参照某些国家的亲西方势力在通过所谓颜色革命掌权之后,依然热衷于把刚获得的表面民主做平台继续勾心斗角争权夺利的事实。

  对我们的异见人士来说,不把他们当做民主人权问题的唯一诠释人无疑是一种冒犯。而竟有人会相信当今中国的执政党有心进行政治改革则更是不可思议,那些水泥脑袋只会关心保住手中的权力,所有关于改善民主人权状况的严正要求都会被当耳旁风。在CNN的一篇采访中人们就听到如下言论:一、需要“改善民主选举制度,这样国家的权利就会真正属于人民”;二、需要“改进法律体系,依法治国”,“同时我们需要考虑一个独立和公正的司法体系”;三、“政府必须面对人民的密切关注”,要“增加政府事务的透明度”,“接受新闻媒体和其他政党的监督”。

  而这里的采访对象是温家宝先生,现任中华人民共和国国务院总理。

  我们亲爱的异见人士们当然不会为这种“口头承诺”浪费时间,去支持“小步子改革”,虽然这种改革会逐渐带来根本改善。他们的主要任务是抹黑。对他们来说重要的是为中国社会描绘并保持一个漆黑负面的形象。

要求新闻管制的新闻管制反对者

  因为这个庞大国家的不平衡发展,找出些令人痛恨的现象也是件易事。提些良好的改进建议当然不如出面指责并煽动民众不满以达到政治目的而来得酷。


  由于这类抹黑工作的高技术含量他们绝不能容忍有个张丹红给他们捣乱。她具体情况具体分析的报道方式以及她有心看到中国民主人权方面进步的态度对异议人士无异于眼中钉肉中刺。必须得把她赶走。

  而必须赶她走是因为社民党议会党团内政发言人迪特尔·维弗尔施皮茨称她“脑子里已经有了中国政府的新闻管制”了。

  既然您二位,潘帕里安女士和海因先生,一直坚决与“集权政府”的新闻管制做斗争,那您二位自然也明了新闻管制是如何运作的。限制某人言论自由的方式之一肯定包括让一名记者离开工作岗位。最好是将他开除,这样他就被永远噤声了。而达到这一目标的最可靠手段就是去他上司耳边说他的坏话,说他不循规蹈矩,说他离经叛道。

  我们称这为告密,是新闻管制条件下一个非常令人厌恶的行径。

  在一个您二位严厉谴责的集权新闻管制制度下这个故事接下去应该是老板对被告发者大发雷霆并采取制裁手段。告密者得到奖赏,异己分子得到惩罚。

  更没人性的是所谓的连坐,一种对家庭成员的集体惩罚方式。他们为同自己毫无干系的事由受罚。

  可在德国并没有集权政府,只有自由的媒体。异见人士们享受着可以直接向德国之声的上司──德国议会──报告的自由。在他们九月二十七日给德国联邦议会的公开信中他们向议员们详细罗列了张丹红的罪行。

  比如她在中国中央电视台享有可以接受实况采访的特权。再比如她和她的同事回故乡访问时接受了“政治上高规格的接待”。这是两条严重的罪行,因为其它西方国家外语电台的工作人员是无权享受此类待遇的。

  无论如何德国之声的上司已经觉察到这种偏离正确路线的行径。两名老板也做出了相应的反应,表示了义愤。迪特尔·维弗尔施皮茨称该台女员工的表现“简直一团糟”。议会人权专员及德国之声广播委员会成员君特·努克 (基民盟) 警告电台不要“滑到其它政府身边去”。

  我们的流亡华人并不满足于张丹红已经丢掉了她的领导职位。他们向议员要求“彻底改组德国之声中文部”。

  就因为发表了一些如上所述很多德国名人也赞同的观点,该台这位女员工首先要担心自己的职位。就因为她行使了自由发表言论的权利,她几乎丢掉工作。这不过是以儆效尤,以防继续出现其他思想上的异己分子。

  而异见人士们要的还更多。他们的具体要求:审查电台中文部员工的直系亲属 (包括父辈及姻亲亲属) 是否有党员、是否隶属外交机构或国有企业。

  提出要求的这些人应该对一个先例尚记忆犹新。在文革高潮期间,对很多渴望能加入当时唯一政治正确组织红卫兵的年轻人来说有一条后果严重的口号:“老子英雄儿好汉,老子反动儿混蛋。”一种以血统论形式出现的现代连坐方式。

  在后来一些反对德国之声中文部的公开信里的签名者有不少人认为应该彻底清算文革红色恐怖史。其中两位的哥哥是遇罗克,当年一个勇敢的青年,在同荒唐的血统论斗争时甚至失去了生命。

  而正是这些流亡的自由思想者想到对德国一个重要媒体的工作人员进行审查和重组,不是按照他们是否能客观、无偏见和公正地进行报道,而是根据其血缘关系。

  不过在德国可没有新闻管制。

迫害有方的德国作家圈

  其间事情又有了新的发展:九月二十三日“联邦德国作家圈”发表了给联邦议会的公开信,一封由全世界知识界五十九位重量级人士签名的公开信。(被您二位奉若神明的异见人士魏京生签署的一封公开信里聊无新意,此处略过不提。)

  就像您的文章《德国之声发生的轰动事件》里提到的,签名者里有诺贝尔文学奖获得者、德国书商和平奖获得者以及其他一些著名作家与科学家。

  仅这些嘹亮的鼎鼎大名就是出版自由的化身,就是言论自由的代名词。胆敢设想一下这些名字在这封公开信里会被偷偷摸摸地滥用来告发那些无助的媒体工作人员都是罪孽。

  在签字时就完全体现了自由民主的原则:领导们决定,可以“用全体成员名义行事”。

  但这个自由民主最后堡垒的公开信里到底都写了些什么呢?

  首先“德国之声的监督管理权”受到质疑,电台没能及时阻止发生“独裁宣传的出口转内销以及对中国反对派的背叛”。同时信中明确要求审查“对包括俄国在内的集权国家及在其国内进行报道的所有编辑部”的工作人员。此外信中还要求对电台德国员工的“国安部背景进行重新审理”并提议应表态遵守“一个道德准则”。此外信中还建议设置“一个独立的、对独裁免疫的观察员”。

  不难看出,这里鼓吹的是同我们的流亡异见人士一样的腔调,只是有细微区别:首先是连坐扩展到了德国之声全体工作人员,此外出现了一个新建议──为保持思想统一安插一个意识形态上有抵抗力的探子。

  这个要求清楚地标志了我们对言论自由认识上的误差。

  提到言论自由我们总会想到那句名言:“我不同意你的观点,但我誓死捍卫你说话的权利。”很可能我们在此搞错了年代,毕竟公认这句话出自伏尔泰之口,而他是十八世纪的启蒙哲学家。

  应该参照更接近于我们的年代,比如说一个格鲁吉亚人统治的充满恐惧的年代。他也认为所有宣传机器都掌握在他手里,他的大名就是萨卡什……哦,不对……朱加什维利,又名斯大林。他的大清洗运动很有名,而实施者契卡,即秘密警察,对“错误的意识形态”绝对是百分百的免疫。

  不过在德国可没有新闻管制。

  新闻管制只能是集权制度的产物,受众被统一媒体灌输统一思想。这大概就叫宣传。您在文章里称中国新华通讯社是“世界上最大的宣传社”,可我们还得实话实说:在宣传艺术上这个通讯社还只是小儿科水平。

  总体来讲中国的“宣传机构”并不称职。看看中国的媒体就会发现,虽然公众表示了极大不满,但还是有诸如艾未未的博客、凯迪网站和《南方都市报》这样的信息源在正常运作,众所周知这些媒体代表了某些同官方态度极为不同的观点。可这些与人权卫士们所宣称的不相符的宽松并不是我们的讨论重点,我们只关心谁掌握了真正的宣传艺术。

  高深的宣传艺术是体现在潜移默化地制造舆论,而不是大张旗鼓地空喊口号。今年三月事件后西方公众态度的变化就是这种宣传艺术的经典案例。在媒体帮助下很多西方百姓突然发现正面对一个必须坚决予以抵制的“流氓国家”。他们很自豪能自己独立得出上述结论,虽然很多人根本就没迈上过中国土地一步。

  为完成如此棘手的宣传任务,张丹红的亲华言论显然完全不合时宜,尤其她还是个自己人。像这样混入德国媒体工作者的另类应该被撵出去,而您二位,尊敬的潘帕里安女士和海因先生,就是正义的化身,通过告密……哦,抱歉……调查活动,正在启动一个长远的驱张运动。

  有可能您二位能实现当年麦卡锡参议员未竟的伟业,制造一个针对同共产主义有关的所有一切的国家级媒体恐怖。这是一种甚至今天的右派保守派都认为是非人道令人痛恨而嗤之以鼻的、针对当时左派反对派的极端镇压措施。尽管如此,我们还是要祝愿您二位以宗教裁判员的身份在这个现代的迫害女巫行动里取得成功。将那些背叛者丢上“基督教欧洲”的意识形态火刑堆!将他们烧成灰烬后就该会出现一个意识形态上纯净而统一的媒体世界。谢天谢地!

  可这样就能让上天诅咒的中国赞美论销声匿迹了吗?还很难说。

  十月九日著名的汉学家、记者和政治家,其中有另一名诺贝尔文学奖获得者 (君特·格拉斯,属第二批签名者)、一名前司法部长、两名议会国务秘书以及许多德国大学汉学系或东亚所的负责人,发表了公开信支持德国之声中文部。

  公开信签署者们认为针对德国之声中文部的行动目的在于阻止“新闻界和科学界在与公众交流过程中对中国做客观分析的尝试”并要求所有“这些领域中的公众人士都只对中国不加区分地进行负面报道”。

  公开信签署者呼吁要“毫无保留地维护新闻报道和科学的专业性、责任性和客观性的基本原则”。他们要求“出版界、政界和科技界的决策人物”“主动而坚决地站出来保护在目前攻击行动中”“不愿将中国做为‘流氓国家’看待”的“受不公正对待者”。

  在十月十一日另一封题目为